1. Kostenfaktor:
Systematische Erfassung und Kontrolle der Fruchtgebiete und deren Sammler
2. Kostenfaktor:
Ernte-Frucht
3. Kostenfaktor:
Transportwege Frucht
4. Kostenfaktor:
Einlagerung der Früchte in Zwischenlager
5. Kostenfaktor:
Transport der Früchte zu den schälenden und Nüsse aufschlagenden Frauengruppen/Cooperativen + 1. Triage
6. Kostenfaktor:
Transport in die Produktionszentrale von Sidi Yassine
7. Kostenfaktor:
Zweite Triage
8. Kostenfaktor:
Oelpressung in tadellosen Produktionsräumen und auf modernsten Schneckenpressen + 1. Dekantierung
9. Kostenfaktor:
mechanische Filtrierung
+ Zweite Dekantierung
10. Kostenfaktor:
Konditionierung
In einem normalen Jahr tragen 95% der Arganbäume Früchte. Es gibt aber Jahre ohne Früchte. So war 2007 ein schlechtes Arganjahr, und 2008 wird nicht besser ausfallen. Konkret: rund 40% der Bäume in den biozertifizierten Erntegebieten von Sidi Yassine tragen praktisch keine Früchte. Ob der bescheiden gefallene Regen oder ob andere Einflüsse am kläglichen Fruchtaufkommen die Schuld tragen, kann niemand schlüssig beantworten.
Fakt hingegen ist, dass bei einer wachsenden Nachfrage, viel weniger Früchte vorhanden sind. Und als Folge davon ist die Erntearbeit enorm viel aufwändiger und die Transporte in die Früchtelager kostenintesiver, weil die Pickups oft nicht vollgeladen fahren – aber diesselben Wegstrecken zurücklegen.
Für Sidi Yassine kommt es nicht in Frage, dass die einheimischen Mitarbeiter die Zeche für den – naturbedingten! - Mehraufwand bezahlen. Das Leben in Marokko – auch auf dem Land – ist nicht billiger geworden.
Die Kosten für die eigentliche Oelpressung in den Produktionsräumlichkeiten von Sidi Yassine (2. Triage, Toasting, Pressen, Filtern, Dekantieren, Konditionerung) wird mit gesteigerten Produktionsmengen zwar immer günstiger, mag aber bei weitem nicht die Mehrkosten in der Aufbereitung der Arganfrüchte decken.